08.06.2015 - Borussia Dortmund

Rechte Demo: BVB schließt Fanclub aus



Bildergalerie: Borussia Dortmund - Hertha BSC (09.05.2015) 2-0
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Borussia Dortmund - Hertha BSC (09.05.2015) 2-0 Bild: Fotos-Kirsche.de
Borussia Dortmund - Hertha BSC (09.05.2015) 2-0 Bild: Fotos-Kirsche.de

Borussia Dortmund hat dem Fanclub „Borsig Borussen“ den Status des offiziellen Fanclubs entzogen, weil Mitglieder der Gruppe an einer Demonstration der Partei „Die Rechte“ am 28. März 2015 in Dortmund teilnahmen. Der BVB sieht darin einen Verstoß gegen die Werte des Verein.

„Mitglieder des Fanclubs Borsig Borussen, dem auch Sie angehören, waren bei einer Demonstration der Partei die Rechte am 28.03.2015 vertreten. Alle Mitglieder eines offiziellen Fanclubs sind den Werten des BVB verpflichtet. Hierzu verweisen wir unter anderem auf die Fanclub-Bestimmungen, welche von Ihrem Fanclub unterschrieben wurden“, heißt es in einem Brief von Borussia Dortmund an die „Borsig Borussen“. Der bisherige Fanclub darf nun nicht mehr offiziell die Logos und den Namen von Borussia Dortmund verwenden.

Klare Botschaft auf der Südtribüne beim Heimspiel gegen Hannover 96<br />Bild: BVB-Fanabteilung.de
Klare Botschaft auf der Südtribüne beim Heimspiel gegen Hannover 96
Bild: BVB-Fanabteilung.de

„Borussia Dortmund steht für Vielfalt, Toleranz und distanziert sich ganz klar von Rassismus und Diskriminierung jeder Art“, heißt es in dem Schreiben von Borussia Dortmund weiter. Die „Borsig Borussen“ existierten seit dem 26. November 2011 als offizieller Fanclub.

Die Ultràgruppe Jubos Dortmund vom BVB positionierte sich zuletzt beim Heimspiel gegen Hertha BSC ebenfalls eindeutig gegen die Partei „Die Rechte“ und machte via Spruchband deutlich, dass Mitglieder der Partei auf der Südtribüne nichts zu suchen haben. Auslöser der Aktion war ein Post der Partei nach einer von Schalke Ultras verhinderten Demonstration in Gelsenkirchen, in dem die rechte Partei Vorfreude für das nächste Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 signalisierte. „Ihr habt mit unserem Derby nichts zu tun. Verpisst Euch“, antworteten die Jubos (Faszination Fankurve berichtete). "Die Rechte" stuft die Jubos seit diesem Spruchband als politischen Gegner ein. Ob der Verein Borussia Dortmund selbst nun auch als politischer Gegner der Rechten betrachtet wird, bleibt abzuwarten. (Faszination Fankurve, 08.06.2015)

Klare Botschaft auf der Südtribüne beim Heimspiel gegen Hannover 96<br />Bild: BVB-Fanabteilung.de
Klare Botschaft auf der Südtribüne beim Heimspiel gegen Hannover 96
Bild: BVB-Fanabteilung.de

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Solidarischer Gruß am 28.12.2015, 18:21 Uhr

Richtig so! Endlich werden mal Positionen bezogen!Kein Fuß breit den Idioten!


Rob am 08.06.2015, 13:36 Uhr

Grundsätzlich bergüße ich diese Aussonderung.
Leider sind Kollektivstrafen nicht immer die beste Lösung.
Es hätten da durchaus Einzelpersonen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Immerhin ist es ein Zeichen wie in Zukunft damit ungegangen wird. Dies ist konsequent!
Leider sind immernoch viel zu viele von denen auffa Süd.



Ultras gegen Rassismus am 08.06.2015, 11:37 Uhr

NAZIS BEKÄMPFEN! Überall!
Geht auf die Straßen und kämpft gegen die Faschisten!
Lernt aus der Zeit zwischen 33 und 45 ! Nie wieder Faschismus!



Max am 08.06.2015, 11:36 Uhr

Sehr schön! Absolut richtige Reaktion vom BVB!
Nazis muss überall der Nährboden für ihr braunes Gedankengut entzogen werden!
In solchen Fällen, wäre ich sogar für ein Stadionverbot!
Rassismus und Antisemitismus, sind nämlich weitaus gefährlicher als ein bar Bengalos, oder Rauchtöpfe!


Unpolitischer Beobachter am 08.06.2015, 11:29 Uhr

Gut, gegen Nazis sollte wohl heutzutage jeder sein, der ein bisschen Resthirn hat. Dennoch frage ich mich als unpolitischer Fußballfan, ob ein Verein richtig handelt, wenn er Fanclubs für Aktionen außerhalb des Stadions bestraft. Denn einerseits gibt es ein Recht auf freie Meinungsäußerung und andererseits unterstelle ich mal, dass die Jungs nicht unter dem Fanclub-Banner bei der Demo dabei waren.