Nach Tod von Igor Protti: Tausende Livornesi erweisen ihm letzte Ehre & Umbenennung der Curva Nord Bari

Am 19. Juni verstarb Spielerlegende Igor Protti im Alter von nur 58 Jahren aufgrund einer schweren Krankheit. Sein Tod erschütterte viele Menschen. Die Vereine aus Livorno, Bari und Messina, bei denen er sich zur Legende machte, gedachten ihm bereits mit verschiedenen Aktionen. 

Igor Protti ist in Rimini geboren und spielte die längste Zeit seiner Karriere bei der AS Livorno. Von 1985-1988 und 1999-2005 gehörte er dem Verein an. Angeführt von der legendären BAL waren am vergangenen Sonntag 10.000 Livornesi ins Stadio Armando Picchi gekommen, um Igor Protti die letzte Ehre zu erweisen. Die Stürmerlegende starb am Samstag im Alter von 58 Jahren nach schwerer Krankheit. Protti ist einer von zwei Spielern, der in den obersten drei italienischen Ligen Torschützenkönig wurde. In Livorno beendete der Publikumsliebling 2005 seine Karriere.

Bild: privat

Auch in Bari ist die Trauer groß. So gab der Stadtrat bekannt, dass die Curva Nord des Stadio San Nicola nach Igor Protti umbenannt wird.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie redaktionellen Inhalt einer externen Webseite, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen und wieder ausblenden lassen.

Externe Inhalte erlauben

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Die Verarbeitung kann auch außerhalb der EU/ EWR erfolgen, wo unter Umständen kein vergleichbares Datenschutzniveau herrscht, z.B. in den USA. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Hier ist er ebenfalls ein legendärer Kapitän, wo er von 1992-1996 spielte und die glorreichsten Zeiten des Vereins miterlebte. So wurde er in der Saison 1995/96 mit 24 Toren Torschützenkönig der Serie A. Bereits 2007 wurden ihm die Ehrenbürgerschaft und die Schlüssel der Stadt verliehen. Ultras der Curva Nord kamen zeitnah nach Bekanntgabe des Todesfalls beisammen, und ehrten ihm mittels Spruchbands und Gesängen. Außerdem wurde ihm ein Wandbild gewidmet.

In Messina, wo er von 1989-1992 spielte, gedachte man Igor Protti ebenfalls mittels Spruchbands, Pyro und Gesängen.

Faszination Fankurve dokumentiert den Beschluss des Stadtrats von Bari:

Die Nordtribüne im San-Nicola-Stadion wird nach Igor Protti benannt

Der Stadtrat hat heute den Beschluss verabschiedet, die Curva Nord des Stadions San Nicola nach Igor Protti zu benennen, dem legendären Kapitän und unvergesslichen Symbol von Bari, der am 19. Juni verstorben ist.

Die Entscheidung folgt auf die Ankündigung, die Bürgermeister Vito Leccese gestern während der Sitzung des Stadtrats gemacht hatte, in der eine Schweigeminute zum Gedenken an den „Zar“ eingelegt wurde, und entspricht dem einstimmigen Antrag der Stadträte der Mehrheit und der Opposition.
„Die Benennung der Curva Nord nach Igor Protti ist eine gebührende Geste gegenüber einem Mann, der es verstanden hat, die Herzen der Einwohner von Bari weit über seine außergewöhnlichen sportlichen Leistungen hinaus zu erobern“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. „Protti verkörperte Werte wie Bescheidenheit, Loyalität, Opferbereitschaft und Zugehörigkeitsgefühl und wurde so zu einem Vorbild für ganze Generationen von Fans und Bürgern.
Seine Geschichte ist untrennbar mit der unserer Stadt verbunden. Im rot-weißen Trikot erlebte er einige der spannendsten Momente des Bariser Fußballs, vor allem aber baute er eine authentische Verbindung zu Bari und seinen Menschen auf, die im Laufe der Jahre durch eine Zuneigung erwidert wurde, die nie nachgelassen hat. Nicht umsonst wurden ihm 2007 die Ehrenbürgerschaft und die Schlüssel der Stadt verliehen.

Die Curva Nord ist der Ort, der mehr als jeder andere die Leidenschaft der weiß-roten Anhänger bewahrt. Sie nach Igor Protti zu benennen bedeutet, sein Andenken an zukünftige Generationen weiterzugeben und dafür zu sorgen, dass sein Name dort weiterlebt, wo die Liebe zu Bari am stärksten widerhallt. Ab heute und für immer wird diese Curva den Namen des „Zaren“ tragen.“

Igor Protti, Torschützenkönig der Serie A in der Saison 1995–1996 mit 24 Toren im Trikot von Bari, bleibt eine der beliebtesten Persönlichkeiten in der Sportgeschichte der Stadt. Im Laufe der Jahre ging seine Beziehung zu Bari weit über den Fußball hinaus und machte ihn zu einem der authentischsten Symbole der weiß-roten Identität. (23.06.2026)

(Faszination Fankurve, 24.06.2026)

Weitere News - News International

News International

40 Jahre Ultramarines Bordeaux – zwischen Jubiläum und ungewisser Zukunft

Vor wenigen Tagen, genauer gesagt am 5. August, läuteten die Ultramarines aus Bordeaux ihr 40-jähriges Gruppenbestehen ein. Dazu trafen sie sich am berühmten Place de la Bourse im Herzen des Stadtzentrums von Bordeaux und präsentierten dort mit Pyrotechnik die erste Zaunfahne der Gruppengeschichte. Anschließend ging es mit Gesängen und Pyro weiter durch die Stadt zum Place des Quinconces, einem der größten europäischen Innenstadtplätze und zu sportlich besseren Zeiten von Girondins dem Ort in der Stadt, an dem Meisterschaften oder Pokaltriumphe gefeiert wurden. (Faszination Fankurve, 17.08.2026) mehr

News International

Trotz elf Jahren in Liga 2 das Fußballherz des Aargaus – Eindrücke vom Heimspiel des FC Aarau gegen Nyonnais

Der FC Aarau hat zum Ende der abgelaufenen Spielzeit abermals denkbar knapp die langersehnte Rückkehr in die Super League verpasst. Dennoch stehen Tausende Fans aus dem gesamten Kanton Aargau hinter dem FCA. Trotz eines bescheidenen Saisonstarts pilgerten am Freitagabend eine beachtliche Anzahl an Fans ins Stadion Brügglifeld. (Faszination Fankurve, 08.08.2026) mehr

News International

„Mal berguf, Mal bergab, aber immer mit dir“ - Sektor IV mit Choreo bei Grasshopper Club Zürich gegen FC Lugano

Der Grasshopper Club Zürich feiert bald seinen 140. Geburtstag. Sportlich verliefen die vergangenen Jahre allerdings alles andere als erfolgreich. Für zusätzliche Bauchschmerzen sorgt zudem der dritte Investoreneinstieg innerhalb weniger Jahre. Ein eigenes Stadion ist weiterhin nicht in Sicht. Dennoch pilgerten rund 6.000 GCZ-Fans zum ersten „Heimspiel“ der Saison gegen den FC Lugano. Der Sektor IV zeigte eine ansehnliche Choreografie. Zudem verabschiedete sich der Schweizer Rekordmeister mit einer Schweigeminute von Hans-Peter Lacher, der den Verein über viele Jahre in verschiedenen Funktionen begleitet hatte. (Faszination Fankurve, 02.08.2026) mehr