GC Zürich rettet sich im Barrage-Drama – Pyroshow, Verlängerung und Ekstase im Letzigrund
Vor 18.763 Zuschauern im Letzigrund setzte sich der Grasshopper Club Zürich im Barrage-Rückspiel gegen den FC Aarau mit 2:1 nach Verlängerung durch und sicherte sich damit den Verbleib in der Super League. Auf den Rängen prägten beide Fanszenen die Partie erneut mit lautstarkem Support und reichlich Pyrotechnik. (Faszination Fankurve, 22.05.2026)

Nach dem 0:0 im Hinspiel beim FC Aarau war vor dem Rückspiel am Donnerstagabend alles offen. Für den Grasshopper Club Zürich ging es um den Verbleib in der Super League, während der FC Aarau nach elf Jahren in der Challenge League den ersehnten Schritt zurück ins Schweizer Oberhaus schaffen wollte.
Bereits im Vorfeld der Partie hatte sich die GC-Fanszene zu Wort gemeldet. Nachdem der Besitzer des Vereins, der Los Angeles FC, geäußert hatte, den Club verkaufen zu wollen, rief eine Gruppe von GC-Fans die Initiative „Vo Hoppers, für Hoppers“ ins Leben, in der es darum geht die GC gemeinsam zurückzuholen in Schweizer Besitz zu holen. Ihren Plan veröffentlichten sie auf ihrer Website: „20'000+ Hoppers tragen Identität und Sperrminorität, strategische Investoren tragen das langfristige Kapital. Zwei Säulen, ein Klub, kein Mäzen.“
Auch die Fans des FC Aarau sorgten schon vor dem Anpfiff für ein deutliches Zeichen. Es wurde dazu aufgerufen im Trikot anzureisen. Die mitgereisten Anhänger führten einen Fanmarsch zum Stadion durch.

Insgesamt fanden sich 18.763 Zuschauer im Letzigrund ein, darunter rund 4.000 Gästefans. Der Gästebereich war damit ausverkauft.

Auf Heimseite organisierte der Verein die Verteilung von Fähnchen an den Eingängen, die in großen Teilen des Stadions zu Beginn geschwenkt wurden.

Wie schon im Hinspiel setzten beide Fanszenen mit dem Einsatz von Pyrotechnik immer wieder Akzente. So startete der Aarau-Anhang direkt mit einer Pyroshow samt Feuerwerk in das wichtige Spiel und sorgte damit direkt zu Beginn für ein eindrucksvolles Bild im Gästeblock.

Ebenso fiel die exponiert in Position gebrachte „Unvergäss“-Fahne mit dem Konterfei von Nicky Hoheisel auf, die am unteren Bereich des Zauns angebracht war. Die Fans des FC Aarau erinnerten damit an den 2007 nach einer Schlägerei vor einer Disco verstorbenen Aarau-Fan.

Sportlich ging der Grasshopper Club Zürich in der 31. Minute mit 1:0 in Führung. Der Treffer wurde in der GC-Kurve mit Pyrotechnik untermalt. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit gelang den Gästen aus Aarau der Ausgleich zum 1:1, der im ausverkauften Gästeblock ebenfalls mit reichlich Pyro gefeiert wurde.

Nach der regulären Spielzeit ging es in die Verlängerung. Neben zwei roten Karten sollte sich der entscheidende Moment schließlich kurz vor der 110. Minute ereignen, als es zu einem elfmeterwürdigen Foul im Strafraum kam. GC-Spieler Mouhamed Ngom trat an, schoss auf die eigene Kurve und verwandelte den Strafstoß.
Zeitgleich gingen im Zürcher Block zahlreiche Fackeln an, während blauer Rauch aufzog. Die GC-Kurve feierte den entscheidenden Treffer mit einer weiteren Pyroaktion und begleitete die letzten Minuten bis zum erlösenden Schlusspfiff lautstark.

Damit bleibt der Grasshopper Club Zürich in der Super League. Der FC Aarau verpasst hingegen den Aufstieg und geht nun in seine zwölfte Saison in Folge in der Challenge League.
(Faszination Fankurve, 22.05.2026)



