24.04.2015 - Sicherheit

Zugverbot für Ultras


Die Privatbahn Metronom will ab Mai 2015 keine Ultràgruppen mehr transportieren. "Wir werden diese Personen ab Mai daran hindern, mit unseren Zügen zu fahren", sagte Metronom-Geschäftsführer Jan Görnemann dem Hamburger Abendblatt.

Die Privatbahn zieht damit Konsequenzen aus Vorfällen beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am vergangenen Samstag. Nach Meinung des Unternehmens waren Ultras des Hamburger SV für Sachbeschädigungen im Zug verantwortlich. „Im Zweifel fahren die Züge gar nicht, wenn Ultras an Bord sind", erkläutert Görnemann das zukünftige Vorgehen der Privatbahn und beruft sich auf das Hausrecht.


Ähnlich wie beim Alkoholverbot, das in allen Metronomzügen gelte, werde auch das Ultràverbot unschuldige Fans treffen. Dies will das Unternehmen aber in Kauf nehmen. Bei der Deutschen Bahn gibt es sogenannte Beförderungsverbote für einzelne Personen, die mehrmals auffällig wurden. Metronom will nicht einzelne Fans bestrafen, sondern ganze Gruppen ausschließen. Nach Hamburger Abendblatt Informationen belief sich 2014 der durch Fans verursachte Schaden auf circa eine Million Euro. Besonders viele Schäden sollen auf das Konto der Hamburger SV, Hansa Rostock und Hannover 96 Fans gehen. (Faszination Fankurve, 24.04.2015)




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Kommentare:

Helmut Haller am 25.04.2015, 21:40 Uhr

Absolut richtig!


MG 1900 am 25.04.2015, 15:37 Uhr

Klar gibt es immer bekloppte die mutwillig was zerstören, aber es werden mal wieder alle bestraft! Fußballfans haben es immer schwerer von A nach B zu kommen. Macht den Deutschen Volkssport nicht kaputt!!
Ultras und Old School MG


einfältige Kommentare am 25.04.2015, 11:04 Uhr

Jeder der sich benimmt kann mitfahren, jeder der meint im Schutz der Masse seine Asozialität auszuleben, steigt aus.
So einfach ist das. Egal ob Kutte, Hool, Ultra, oder Jungesellenaschied.
Checkt das doch einfach.


? am 24.04.2015, 15:39 Uhr

Gibts dann ab Mai ein Ultraticket? Oder wie soll das funktionieren?


D-Block Steher am 24.04.2015, 13:20 Uhr

Wer kontrolliert denn wer ein Ultra ist und wer nicht?
Woher weiß man dass gerade Ultras für die Sachbeschädigung verantwortlich sind?
Dieses Verbot ist lächerlich und das wissen die Herren dieses UUnternehmens auch.


SEHR richtig so! am 24.04.2015, 13:07 Uhr

Ultra Deutschland schafft sich selbst ab!
Traurig aber wahr...


M.P. am 24.04.2015, 13:05 Uhr

Da möchte also eine Firma, die um die Rechte auf den Strecken kämpfen muss ihr Mitfahrer ausschließen. Interessant. Wenn sich die Metronom da mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Heisst das dann, ich bekomme kein Ticket nur wenn ich einen Fanschal um habe? Auf diese Konfrontationen (dann von Metronom gesteuert und hervorgerufen) bin ich gespannt.


J.T. am 24.04.2015, 12:08 Uhr

Gut das die ach so bösen "Ultras" ganz brav im fordersten Wagon saßen. Die Kutten und Suff-Normalos haben mal wieder zu viel getrunken und randaliert. Aber natürlich wieder die ach so bösen Ultras...


Hille66 am 24.04.2015, 11:37 Uhr

Wer schon des Öfteren mit Zügen zum Spiel gefahren ist wird bemerkt haben, dass diese Randale selten von Ultragruppierungen ausgeübt werden. Es sind viel mehr stark alkoholisierte "normale" Fans die meinen sich so einen "Status" anzueignen. Es war ja zu erwarten das so etwas kommt. Deswegen sind ja auch unsere Sonderzug Touren vom HSV ersatzlos gestrichen worden. Schade wie ich persönlich finde. Diese SZ Touren waren immer legendär schön. Aber einigen übertreiben es halt im C2H5OH Rausch über alle Maße.


Timo am 24.04.2015, 10:27 Uhr

Die haben Verträge, um diese Strecken zu betreiben. Wenn ein Zug dann mit voller Absicht nicht fährt, gibt's sicher Regressforderungen.
So etwas wie Sippenhaft gibt es zum Glück auch nicht.
Da muss schon im Einzelfall ein Grund für den Ausschluss vorliegen, sonst dürfte das Anrecht auf Beförderung das Hausrecht überwiegen.
Könnte lustig werden.


Klaus-Peter am 24.04.2015, 10:27 Uhr

Woher will die Gesellschaft wissen wer Ultra ist und wer nicht? Denke wenn jemand ein gültiges Ticket hat können die gar nix wollen. Erinnert an Zustände wie im 3 Reich


Richtig so. am 24.04.2015, 10:15 Uhr

Ultrakultur schön und gut. Aber erspart mir jetzt bitte euer "Diskriminierungsgefasel". Muss denn bei solchen Spielen immer irgendwas aus blinder Wut zerstört werden? So schießen sich die Ultras selbst ins Abseits und dürfen sich nicht wundern, irgendwann nicht nur aus der Bahn, sondern auch aus dem STADION ausgeschlossen zu werden. Der Niedergang eurer "Fankultur" geht weiter - aber es sind nicht allein Kommerz und Staat, die euch zugrunderichten, sondern in ganz großem Maße auch IHR SELBST! Sachbeschädigung hat nichts mit Fußball oder Fankultur zu tun.