08.02.2016 - Eintracht Braunschweig

„Scheiß Bullen“: Polizei zog Karnevalswagen raus



Bildergalerie: Karneval in Braunschweig statt Spiel bei RB Leipzig
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Karneval in Braunschweig statt Spiel bei RB Leipzig (07.02.2016) Bild: Braunschweig1895.de
Karneval in Braunschweig statt Spiel bei RB Leipzig (07.02.2016) Bild: Braunschweig1895.de

Die Polizei hat nach dem gestrigen Karnevalsumzug in Braunschweig den Wagen des Fanrats von Eintracht Braunschweig rausgezogen und die Personalien aller sich auf dem Wagen befindenden Fans kontrolliert, weil es zu „Scheiß Bullen“ Rufen gekommen sein soll.

Die Beamten scheinen das Motto des Wagens nicht verstanden zu haben, der sich gegen den Verein Rasenballsport Leipzig, häufig auf „Die roten Bullen“ genannt, richtete. Eintracht Braunschweig spielte gestern in Leipzig gegen diese Bullen. Da die Eintracht Fanszene diesem Club jedoch kritisch gegenübersteht, boykottierten weite Teile der Fanszene das Spiel erneut und trugen ihren Protest auf den Karnevalsumzug. Beim letzten Heimspiel gegen RB Leipzig fühlten sich Polizisten schon mal von einem Spruchband beleidigt, das eigentlich in Richtung Leipzig gerichtet war (Faszination Fankurve berichtete).

„Der vom FanRat angemeldete Karnevalswagen wurde am Ende des heutigen Umzugs von der Polizei rausgezogen. Die Personalien aller Mitfahrer wurden festgestellt. Als Grund wurde angegeben, dass es aus dem Umfeld des Wagens angeblich zu ‚Scheiß Bullen‘-Rufen gekommen sei. Es wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Bereits zu Beginn und während des Karnevalsumzugs wurden mehrere Gruppen von Eintracht-Fans, die sich den Umzug anschauen wollten, an mehreren Stellen in der Innenstadt von der Polizei wegen des Verdachts auf Pyrotechnik durchsucht. Auch hier wurden teilweise Personalien aufgenommen und Platzverweise ausgesprochen. Pyrotechnik wurde natürlich keine gefunden. Weder die Eintracht-Fans, die am Umzug teilgenommen haben noch die, die das Spektakel vom Straßenrand aus verfolgten, wollten die Polizei provozieren. Der geschmückte Karnevalswagen war gegen RedBull Leipzig gerichtet. Eventuelle Gesänge ebenfalls. Uns fehlen zugegebenermaßen ein wenig die Worte und können die von der Polizei getroffenen Maßnahmen nur als Schikane bezeichnen“, schätzt die Blau Gelbe Hilfe die gestrige Situation ein. (Faszination Fankurve, 08.02.2016)



Karneval 2016Der vom FanRat angemeldete Karnevalswagen wurde am Ende des heutigen Umzugs von der Polizei rausgezogen....


Posted by Blau-Gelbe-Hilfe e.V. on Sonntag, 7. Februar 2016

Fanfotos Eintracht Braunschweig



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Kommentare:

@LEIPZIGER am 09.02.2016, 15:03 Uhr

so unrecht hat nepotism nicht

http://www.shz.de/regionales/hamburg/wirbel-um-red-bull-sponsoring-id7592901.html


# An RBLer am 09.02.2016, 14:46 Uhr

Und solange die Vorurteile greifen, braucht man sich ja auch keine Gedanken um die Realität zu machen. Und: Was hat Scheiss-Bullen blöken mit Satire zu tun? Check mal den Begriffsinhalt und wende in auf die feingeistige Wortwahl in BS an. Machste nicht? War mir klar.


LEIPZIGER am 09.02.2016, 14:30 Uhr

@Nepotism: Red Bull sponsert die Polizeigewerkschaft? UuaaaaH! Schenkel klopf! Lachanfall! Noch nie einen solchen Bockmist hier gelesen. Lebst Du in einer paranoiden Parallelwelt?


# Freund und Helfer, nicht am 09.02.2016, 13:38 Uhr

Und Demokratiefeindliches Arschloch zu sagen ist für mich Meinungsfreiheit und ein Grundrecht


Und jetzt..?! am 09.02.2016, 11:43 Uhr

Ein Jahr bundesweites Karnevalsverbot..?!


Freund und Helfer, nicht am 09.02.2016, 09:27 Uhr

Die Beamtem legen doch auch Karnevals-Wagen still weil eine Plakette abgelaufen ist. Aber Scheiss Bullen zu sagen ist für mich Meinungsfreiheit und ein Grundrecht


recht so! am 09.02.2016, 09:18 Uhr

egal, ob die polizei oder eine andere fangruppe beschumpfen wurde. das ist keine "fankultur", das ist aggression und hat im fasching nix verloren und in einer gesellschaft, die frieden will auch nicht.


@Zahlendreher am 09.02.2016, 08:51 Uhr

Na dein Name passt! 4.000 Braunschweiger sonst, na klar! Mal davon abgesehen, dass die meisten Auswärtsblöcke nur eine Kapazität von 2.000-2.500 haben (aber klar massig Braunschweiger füllen dann noch die neutralen Bereiche), kann man sich ja mal Bilder anschaun, wenn Braunschweig auswärts ist, nach ausverkauften Gästeblock schaut das nicht aus. Und wenn man mal die Zuschauerzahlen der Partien gg Braunschweig nimmt, dann haben die Braunschweiger mit 4.000 Leuten: Frankfurt zu 76%, Sandhausen zu 76%, Padaborn zu 36%, Duisburg zu 36% Bielefeld zu 25%, Freiburg zu 18%, Düsseldorf zu 19%, Nürnberg zu 19% und Lautern zu 12% gefüllt. Da ist einzig die Zahl in lautern realistisch.

Und zu 700 in Leipzig, fällt mir dann wirklich nichts mehr ein, der Kartenvorverkauf stand zwar bei 1.400 aber die haben natürlich alle aus Protest ne Karte gekauft (mit RB noch mehr Geld bekommt) und sind dann nicht hin...oder wie? Der ganze Oberrang war voll, was ca. 2.000-2.200 entspricht und dazu kommen noch viele Braunschweiger in Sektor C, 2.500 sind also schon im Bereich des möglichen.


ThomasLE am 09.02.2016, 06:53 Uhr

21000 € Strafe für Eintracht Braunschweig beim Heimspiel gegen RBL waren nicht genug, um zu erfassen, dass die Zweideutigkeit der Protestformulierung Probleme bringen könnte!? Erhöhtes Polizeiaufkommen aufgrund der Menschenansammlung beim Fasching unter Einbeziehung der aktuellen Situationen in Köln und Hamburg sind völlig legitim und waren absolut erwartbar! Hier von polizeilicher "Langeweile" unter Anbetracht der eigenen Blödheit zu sprechen, zeichnet schon ein abgrundtief damliches Bild der verantwortlichen Anhängerschaft des BTSV.

Trotz der angereisten Fans aus Braunschweig hätte unser Gästeblock gut mindestens das doppelte vertragen! Das hätte der, vor allem in der ersten Halbzeit, unterirdischen Leistung des BTSV vielleicht etwas Schub gegeben!

Was bleibt unterm Strich - eine völlig daneben gegangene Aktion, die mehr dem BTSV schadet als sie Kritik an RBL transportiert oder medial überhaupt wahrgenommen wird! Wer da nicht selbst auf die Idee kommt, dass es besser gewesen wäre, nach Leipzig zu fahren, und uns Leipziger in Grund und Boden zu singen, der ist selbst schuld!

Danke für 3 Punkte, Grüße an die Braunschweiger(innen), mit denen man trotz der Leistung ihrer Mannschaft nette und lustige Gespräche führen konnte!


Ich am 08.02.2016, 20:29 Uhr

Braunschweig ist halt nur ein Karnevalsverein


19Dreas70 am 08.02.2016, 19:46 Uhr

Die Ultras feiern Karneval statt Ihre Mannschaft zu unterstützen! Was für ein Zeugnis! So weit ich es mitbekommen habe, war es in LE reichlich entspannt! Der Braunschweiger marschierte mit Fanutensilien durch die Leipziger Fans! Und nein... Es flogen keine Bierbecher und es gab keinen Stress ! Das ist auch mal erwähnenswert lag aber wahrscheinlich daran, dass der harte Kern mit billiger Polemik und voll mit Jägermeister durch Braunschweig zog!


An RBLer am 08.02.2016, 18:42 Uhr

Im Westen wird bei Karneval sogar mal zur Satire gegriffen und das obwohl man doch feiern wollte. Aber im Osten ist halt alles anders.


Vielen Dank, BTSV + Einige Worte am 08.02.2016, 17:07 Uhr

Ich war gestern - bin eigentlich Kölner- auch in Leipzig , im Gästeblock und war von 3 Sachen total positiv überrascht:
1. Nette Braunschweiger! Total sympathische Fans , die wirklich alles andere als Schlägertypen waren. ( den Vorfall habe ich mitbekommen, wo 2 Fans aneinander gerieten. Tolles Verhalten der Ordner !!!)
2. Der Support war recht gut! Ich war aufs Schlimmste gefasst, aber als ich zum Stadion ging, hörte ich schon die ersten Fangesänge,die es auch während des Spiels gab und ohne irganisierten Support recht gut war. Es waren auch knapp 1.500 Leute da.
3. Der Support von Leipzig war überraachene gut. Ich kenne keinen sonstigen Verglrich, aber mir hat er gut gefallen. Zum Ende wurde es leiser , aber immer wieder war es revht laut.

zu den Randgruppen: Antifa braucht nirmand und es gibt immer eine nicht gemoche Gruppe!
zum Umzug: Unnötig.;)


Bernd am 08.02.2016, 16:58 Uhr

@RBLer (kommentar 11.02), das ist doch der Punkt, mit vielen die nach Leipzig kommen um ihre Mannschaft zu unterstueten kann man sich ordentlich unterhalten, etwas trinken oder Spass haben, und das war bei Braunschweig, Aue, St.Pauli, Kaiserslautern so. Das Problem sind doch diejenigen die Vorurteile pflegen und ihre Meinung dauf aufbauen. Viele der Leipziger Anhaengerschaft haben Freunde, Bekannte, Kollegen die anderen Zweitliga-Vereinen die Daumen druecken. Funktioniert sehr gut.


@ BTSV am 08.02.2016, 16:27 Uhr

Welche Sprache?


# Nepotism am 08.02.2016, 16:25 Uhr

Nö.


Behle am 08.02.2016, 15:02 Uhr

Naja, es war doppelt so viel Polizei da wie sonst. Und die war anscheinend beschäftigungslos. Anders lässt sich dieser Unfug von der Polizei nicht erklären


BTSV am 08.02.2016, 14:40 Uhr

Hier ist ja wieder die geballte Kompetenz an Bord.
Deinen behaupten UB konnte nicht in den Gästeblock weil die anderen Ultra Gruppen ärger machen würden und die anderen lästern darüber das diese anderen GRuppen in BS geblieben sind.
UB wird von alle nicht gewollt. Daher auch bei diesem Spiel wo keine Ulta Gruppen anwesend waren.
Das die Polizei jede Möglichkeit nutzt um zu schikanieren ist ja nix neues. Wird wie letztes Jahr wieder im Sande verlaufen. Aber der Wendt hat wieder was für seine Statistik.



Nepotism am 08.02.2016, 14:27 Uhr

Ob es wohl einen Zusammenhang zwischen dem RedBull-Sponsoring bei der Polizeigewerkschaft und dieser Aktion gibt?


Zahlendreher am 08.02.2016, 14:12 Uhr

Es waren wohl eher an die 700 Gäste, Braunschweig hat rund 4000 Auswärtsfahrer. Netter Versuch, ein bisschen Unruhe zu stiften, aber völlig daneben gegangen.


RBLer am 08.02.2016, 14:06 Uhr

Nicht die Beamten haben ein Verständnisproblem, sondern die bekloppten Ultras. Beim Karneval geht's um's Feiern und nicht darum die Leute mit unsinnigen Statements zu langweilen. Und ausserdem hätte man gleichzeitig "Scheiss Jägermeister" brüllen müssen. Den Kommerz im Fussball hat ja die Eintracht eingeführt. Aber typische Ultra-Amnesie. Insgesamt ein Scheisswochenende mit der Klatsche, die man sich in Leipzig geholt hat. Schön!


@Dumm am 08.02.2016, 13:51 Uhr

"obwohl die sonst Max 700 Auswärtsfahrer haben" Komplett Blödsinn, hab bitte nächstes Mal auch nur halbwegs Ahnung, wovon du redest, bevor du dir mit so einem Nickname so ein Eigentor reinhaust.


Dumm am 08.02.2016, 13:11 Uhr

Es wurde eventuell nur stimmungstechnich boykottiert, es waren 4000 Leute da obwohl die sonst Max 700 Auswärtsfahrern haben.


Alex am 08.02.2016, 13:08 Uhr

Ich glaube mal eher, die Polizei hat sehr wohl das Motto verstanden. Bei der Braunschweiger Vorgeschichte braucht man wirklich kein Insider sein, um zu erkennen, dass das Motto für beide Partein galt. Da wollte man schlau sein, die Polizei war schlauer.

Und von Boykott zu reden, ist ja auch eher etwas zweifelhaft, in Leipzig waren ca. 2.000 Braunschweiger, das ist mehr als deren Auswärtsschnitt.

Überhaupt interessant, dass die Braunschweiger Fans in Leipzig getrennt werden mussten...also UNTEREINANDER. Die Ultragruppierung Braunschweig 2001 (engagiert sich oft für Antifa) ging lieber in den C Block als in den Gästeblock...weil die dort mit anderen Braunschweiger Ultragruppen aneinandergeraten wäre...sehr traurige Welt.


Wie geil! am 08.02.2016, 11:30 Uhr

Dumm sind die die dummes tun! Hättet ihr Helden mal ein Wagen zu euren Verein gemacht dann wäre so ein Käse nicht passiert. Bei aller (berechtigter) RB-Kritik kann ich es einfach nicht verstehen das bei manchen "Fans" er Feind wichtiger zu sein scheint als er eigene Verein. Aber ihr habt mir mit dieser Nachricht den Morgen versüßt, vielen Dank Jungs :-)! Ein RB-Fan


Dumm gelaufen am 08.02.2016, 11:28 Uhr

Tja, dumm gelaufen. Aber gerecht. Wer sich im Vorfeld über Jahre so klar gegen die Polizei und die Durchführung von deren hohheitlichen Aufgaben positioniert, wer das Stadtbild und die Diskussionsforen mit den unsäglichen ACAB-/1312-Graffiti verseucht, wer ansonsten immer meint, für ihn gelten die ganz normalen Gesetze nicht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er auf das ekelhafte Pyrozeug durchsucht wird, und wenn die Polizei die Scheiss-Bullen-Rufe auch auf sich bezieht. Der braucht dann auch nicht rumzujaulen, die Polizei hätte das Motto des Wagens nicht verstanden. Sie hat es sehr wohl: Irgendwelche Pseudo-Schlaumeier meinen, ihren Hass auf den Staat als Kritik am RBL kaschieren zu können und den Staat an der Nase herumführen zu können. Das ist nun mal leider nix Neues, wenn man eben schon vorher die Hosen runterlässt. Im Übrigen ist das auch sonst ein alter Hut, das hat StP schon vor Jahren gebracht, allerdings aktiv in LE und mit offenem Visier.
Nebenbei: Danke für die großartige Präsenz und den Support sagt die Mannschaft, um deren Unterstützung es aber ja weniger geht als um das allgemeine Haten vs. den Staat und vs. RBL. Jetzt kann man als Team ganz entspannt dem Aufstiegskampf der anderen folgen und braucht sich als sog. Traditionsfan nicht mehr zu überlegen, ob man die eigene Bequemlichkeit, nicht nach LE fahren zu wollen, schwafelig und selbstbesoffen und zum 100. Mal als Boykott deklarieren muss.


ThomasLE am 08.02.2016, 11:24 Uhr

Ich trage kleine Schuhe und habe eine kleine Nase und...


RBL am 08.02.2016, 11:04 Uhr

Ach wir haben super nette Braunschweiger am Stadion getroffen und nach dem Spiel die Männers noch ein leckeres Wolters und die Mädels Sekt zusammen getrunken.
Es wurden viele Vorurteile beseitigt und so sollte es sein!