08.01.2015 - RB Leipzig

RB Leipzig verbietet Antirassismus-Spruchbänder?


Der Fanclub Red Aces von RB Leipzig positioniert sich gegen die „LEGIDA“ Demonstration am kommenden Montag in Leipzig. Beim letzten Heimspiel wollte die Gruppe Spruchbänder gegen „LeGiDa“ und mit antirassistischen Statements zeigen. Doch der Verein soll der Gruppe alle Spruchbänder verboten haben.


„Zum Heimspiel am 22.12. war nun also die erste Aktion geplant. Man meldete etliche Spruchbänder an, die von Inhalten, welche sich direkt gegen LEGIDA richteten, bis hin zu selbstverständlichen, antirassistischen Sprüchen reichten. Keines wurde vom Verein genehmigt.“Man wolle keine Politik im Stadion”, so der O-Ton der Entscheidungsträger. An Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Gesunder Menschenverstand und Antirassismus mit Politik gleichzusetzen grenzt an Wahnwitz“, heißt es in der Mitteilung der Red Aces.

Dennoch fand ein Spruchband mit der Aufschrift „Leipzig ist vielfältig, weltoffen und tolerant – reicht Rassisten nicht die Hand“ in den RB Leipzig Fanblock. Außerdem wurde mit Hilfe von bemalten T-Shirts der Schriftzug „NOLEGIDA“ gezeigt.

Besonders sauer sind die Red Aces, da die Demonstration vor dem Zentralstadion starten soll. Ihre grundsätzliche antirassistische Einstellung beschreibt die Gruppe mit folgenden Worten: „Es bleibt uns nur noch zu sagen, dass wir es als selbstverständlich ansehen, direkt und offen gegen Rassisten und Nazis vorzugehen und zu agitieren! Wir haben kein Bock auf Thor Steinar und ähnliche Accessoires im Block und halten auch nichts von “Zigeunerliedern”. Dies sei ein für alle mal gesagt.“

Auch die Ultras der BSG Chemie Leipzig mobilisieren für Montag gegen die LegiDa-Demonstration (Faszination Fankurve berichtete). (Faszination Fankurve, 08.01.2015)

Fanfotos RB Leipzig



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Kommentare:

Das Forum... am 11.01.2015, 12:31 Uhr

... wird doch von 90% der aktiven Szene ignoriert aus verständlichen Gründen die es wohl in Jedem Vereinsforum zwischen Aktiver Szene - Fans und Haupttribünen Zuschauer gibt.

Das Forum hat dies bezüglich Null Aussage... die Abstimmung dort war lediglich ne Frage wer das Banner mit Hochhalten würde...


Richtig am 10.01.2015, 13:13 Uhr

Politik hat im Stadion nichts zu suchen. Spruchbänder, Blockfahnen uä mit politischen Statements sind, soviel ich weiß, in so ziemlich jedem Bundesligastadion verboten. Denn sicher gibt es auch unter den RB-Anhängern nicht nur "NoLeGidas".


gut informiert ist halb gewonnen ^^ am 10.01.2015, 12:57 Uhr

Updated mal euren Beitrag! Die ZSL (Stadionbetreiber) hat von ihrem Hausrecht gebrauch gemacht und die Nazis (Tschuldigung ichmeinte Legidaz)verwiesen. Die starten jetzt vom öffentlichen Parkplatz. Ausserdem wird beim Stadion die komplette Beleuchtung ausgeschaltet und RB plant ausserdem noch eine wie au h immer geartete weitere Aktion. Find ich gut! Genau wie die Tatsache, dass die Spinner die die Legidademo angemeldet hatten aus ihren Fussballclubs wo sie Mitglieder waren rausgeworfen wurden!


leipziger am 10.01.2015, 05:28 Uhr

na sollte sich man da gedanken machen, dass die mehrheit dagegen gestimmt hat. man könnte es durchaus falsch verstehen.


Edelfan ch am 09.01.2015, 20:55 Uhr

Rote Asse,! Alles klar,schwarze Asse auch schon da? Traurig echt traurig! I gang zum Fussball um Fußball zu schauen. Leipzig isch nu enmal beschter Fussball im oschten.


meier am 09.01.2015, 19:34 Uhr

Laecherlich, was haben solche schwachsinnigen linken spruchbaender im stadion verloren?



BEBER am 09.01.2015, 15:33 Uhr

"Was ist nun mit eurem so oft angeführtem "Engagement gegen Rassismus und Neonazismus" des DFB und DFL? Hat Leipzig hierfür auch eine Ausnahmeregelung erhalten?"

Das fällt ja sogar den Berlinern in Hertha-inside auf...


RBLer am 09.01.2015, 14:43 Uhr

Ich finde es gut, dass die Red Aces klar politisch Stellung beziehen und klarstellen wollen, dass sie gegen LEGIDA sind, aber ihren Standpunkt können sie genauso gut bei der Gegendemo auf der Strasse darstellen. Es muss nicht in der RedBull Arena sein. Ein Stadion bietet schon genug Konfliktpotential und Konfrontationsmöglichkeiten, da muss diese Bühne nicht auch noch politisiert werden.


Mias Opa am 09.01.2015, 10:05 Uhr

Politik sollte wirklich draußen bleiben.Es sind nicht alle der Meinung über unsere Ausländerpolitik-ohne Rechts- zu sein.Ich möchte im Stadion Fußball sehen(hoffentlich nach der Winterpause mit einer neuen Strategie)und keine Beschimpfungen oder Prügeleien unter den eigenen Fans


Leipziger am 09.01.2015, 09:52 Uhr

@ Kel Mel lass dir mal den Spruch auf der Zunge zergehen und ich denke mal das sie es dann verstehen


Ergänzung zu "Eightball" am 09.01.2015, 09:47 Uhr

>>Die "Bubis" haben wenigstens eine eigene Meinung und beziehen ganz klar Stellung.<<

Im Gegensatz zur ach so tollen Fanszene von Dynamo Dresden zum Beispiel!!!


stimmt nicht ganz am 09.01.2015, 07:06 Uhr

Im Forum der RB-Fans wurde abgestimmt, die Mehrheit der Fans hat sich gegen NOLEGIDA Spruchbänder ausgesprochen. Politik im Stadion ist also nicht nur von RB nicht gewollt, sondern auch von der Mehrheit der Fans im Block. Diese Mehrheit ist sicher dankbar, dass der Verein es der Minderheit nicht genehmigt hat. Politische Diskussionen im Fanblock brngen wirklich niemanden weiter.


Eightball am 09.01.2015, 06:06 Uhr

Die "Bubis" haben wenigstens eine eigene Meinung und beziehen ganz klar Stellung.


Politiker am 08.01.2015, 22:36 Uhr

Politische Äußerungen sind in fast allen Stadion der Bundesligen untersagt. Lest einfach mal die Stadienordnungen.


Kel Mel am 08.01.2015, 18:39 Uhr

Was ist denn da so verboten,wenn du schon so schlau bist?


KA am 08.01.2015, 17:16 Uhr

Ich will auch keine Politik im Stadion, aber bei RB ist das doch nur vorgeschoben und ich würde da auch die Fans in der Pflicht sehen. Bei RB will einfach nichts was den Eventcharakter stören könnte.


Leipziger am 08.01.2015, 17:07 Uhr

Bei Rasenballspott ist doch eh alles verboten was nicht erlaubt worden ist ....besonders nicht freie Meinungsäußerung


D-Block Steher am 08.01.2015, 16:17 Uhr

Die armen Bubis der Red Aces :D



Geschichte nicht wiederholen am 08.01.2015, 16:15 Uhr

Besonders in Leipzig weiß man doch, was Politik im Stadion anrichtet (siehe Spaltung BSG vom FC Sachsen).

Auch die Fanfeindschaft Lok vs BSG beruht teilweise auf unterschiedlich politischen Ansichten.