02.12.2015 - Petition

Petition "Hände weg vom Gästekontingent!"



Bildergalerie: 1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach (19.09.2015) 1:0
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1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach (19.09.2015) 1:0 Bild: Faszination Fankurve
1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach (19.09.2015) 1:0 Bild: Faszination Fankurve

Auf der Innenministerkonferenz Ende 2015 gab es erneut einen Vorstoß der Innenministern, der eine Reduzierung des Gästekontingents in deutschen Stadien vorsieht. Faszination Fankurve hat eine Petition gestartet, die deutlich macht, dass Gästefans weiter 10 % der Tickets erhalten sollten.

Nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei, sollen die Gästekontingente laut dem aktuellen Vorschlag nicht nur bei brisanten Spielen, sondern auch bei Nicht-Risiko-Spielen reduziert werden. Die reisefreudigen Gästefans haben einen erheblichen Anteil an der guten Atmosphäre, die in den deutschen Stadien herrscht. Deutschland wird in vielen Ländern um die Stimmung in den Gästeblöcken und die Reisefreudigkeit der deutschen Fußballfans beneidet. Die Attraktivität der 1. Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga im In- und Ausland hängt auch von der dort herrschenden Stimmung ab, für die größtenteils die Fans in den Fankurven verantwortlich sind. Spieltag für Spieltag reisen zum Beispiel Fans aus England nach Deutschland, um hierzulande die Stadionatmosphäre zu genießen. Die Auswärtsfahrt gehört mindestens seit Start der Bundesliga im Jahr 1964 zu einem Samstag in Deutschland dazu.

10 Prozent aller Ticket für Gästefans: So sollte es sein!<br />Bild: Faszination Fankurve
10 Prozent aller Ticket für Gästefans: So sollte es sein!
Bild: Faszination Fankurve

Laut des Vorstoßes, der auf Initiative von Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger zurückgehen soll, sei das Ziel einer Reduzierung des Gästekontingents eine Entlastung der Polizei. Doch das ist ein Trugschluss. Fußballspiele mit reduziertem Gästekontingent haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die Polizei mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird, die teilweise sogar zu mehr Einsatzstunden führten. So demonstrierten zahlreiche Preußen Münster Fans in Osnabrück oder auch Hannover 96 Fans in Braunschweig gegen Einschränkungen der Reisefreiheit und die Reduzierung von Gästekontingenten. Neben den am gleichen Tag stattfindenden Derbys musste die zuständige Polizei Kundgebungen und Demonstrationen sichern, was nicht zu einer Entlastung der Beamten geführt haben dürfte. In anderen Fällen, zum Beispiel bei Union Berlin gegen Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim gegen den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt gegen Dynamo Dresden, führte die Sperrung des Gästeblocks dazu, dass die Gästefans sich mit Tickets für die Bereiche besorgten, die eigentlich den Heimfans vorbehalten sind. Dadurch war die Trennung zwischen Heim- und Gästefans nicht mehr zu gewährleisten. Wer die Kontingente für Gästefans reduziert, muss damit rechnen, dass Gästefans vermehrt auch in anderen Stadionbereichen auftauchen, was zu Sicherheitsproblemen und/oder höheren Einsatzzahlen bei der Polizei führen könnte.

NRW-Innenminister Jäger hat zu Beginn der Saison 2014/2015 gezeigt, wie Einsatzzeiten der Polizei beim Fußball effektiv reduziert werden können. Bei Nicht-Risikospielen wurden deutlich weniger Polizeibeamte eingesetzt. Trotzdem kam, vorausgesetzt dass keine Fehler bei der Einschätzung eines Spiels gemacht wurden, zu keinen nennenswerten Vorfällen. Mittlerweile ist von diesem Projekt beim Stadionbesuch nichts mehr zu spüren. Statt einer Reduzierung des Gästekontingents sollte der Fokus wieder auf Entscheidungen gelegt werden, die wirklich zu einer Reduzierung der Einsatzstunden der Polizeibeamten führen und die Fankultur in Deutschland nicht einschränken!

Deshalb:
Hände weg vom Gästekontingent! Für den Erhalt der 10 Prozent Regel in den Stadien!

(Faszination Fankurve, 02.12.2015)

​Hier geht es zu der Petition auf Openpetition.de.







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Kommentare:

Frank am 02.02.2016, 13:44 Uhr

Wenn ein Stadion nicht ausverkauft ist dann gibt es meistens auch noch Tickets auf den normalen Plätzen. Es liegt dann nicht am Gästeblock.


jeck am 28.01.2016, 13:57 Uhr

schade geht nichts mehr voran...


Hanseat....a.f.d.f.c.h. am 15.01.2016, 21:01 Uhr

Was passiert denn wenn die Regel gekappt wird? Dann hat der Heimverein die Auswärtsfahrer auf den Tribünen und Gegengeraden statt im Gästeblock. Dann viel Spaß dabei!!!

in den Farben getrennt - in der Sache vereint
Hände weg von der Fankultur!!!


@alex am 18.12.2015, 10:06 Uhr

Am besten wäre : mal so, mal so


Alex am 16.12.2015, 08:14 Uhr

Jetzt mal ehrlich, die Regel kann schon eine Reform vertragen. In größeren Stadien ist die 10% Regel doch ziemlicher Bockmist, wie oft ist ein Gästeblock (ab 50k Stadion) ausverkauft? Was am Ende dem Heimteam eher schadet, da die Stadien seltener ausverkauft sind (nicht immer kann man alle Tickets dann an Heimfans vergeben, wg Sicherheitszonen etc.). Soll man doch lieber die Regel auf ein Min - Max umschreiben. Z.B. min. 2.000 max. 5.000. Dann haben auch beide Seiten was davon, bei Sicherheitsspielen sind die Gästefans limitiert (z.B. BVB-S04) und dennoch können in der Regel genügend Gästefans mitfahren.


ryan @@ryan am 15.12.2015, 14:07 Uhr

Und Sie sollten lernen alles oder besser zu lesen. ICH argumentiere nicht so, falls Sie es nicht gelesen haben, bin ich ebenfalls für die 10% Regelung und habe dementsprechend auch meine Unterschrift gegen. Was ich lediglich aufzeigen wollte, sind die Argumente der Gegner (oder ein paar), dass diese Müll sind habe ich ebenfalls geschrieben...

Was ich eigentlich ansprechen wollte: Man sollte versuchen die Vereine auf seine Seite zu bringen, da ich nicht denke, dass die Petition hinkommt, leider...


PreußenDemo am 09.12.2015, 19:00 Uhr

Schön wäre es gewesen, hätten die Preußen demonstrieren dürfen.. Doch das hohe Polizeiaufgebot war am hbf unnötig, da kurz zuvor die Demo abgesagt wurde. Das sagt man dann zur Versammlungs- und Meinungsfreiheit


@Ryan am 09.12.2015, 13:35 Uhr

Dein Kommentar macht nun wirklich mal gar keinen Sinn weil viel zu überspitzt und schlecht argumentiert. Den Gästeblock in Berlin bekommt abgesehen von 3-4 Vereinen in der Liga mit 7500 niemand voll, da ist es schon mal absurd da explizit diese Vereine aufzuführen. Bei der ganzen Diskussion geht es um die "großen" Spiele, den Derbys, Nachbarschaftsduellen und Fahrten, wo nun mal viele Leute mitfahren wollen (z.B. auch wichtige Pokal-, Aufstiegs-, Abstiegs- und Entscheidungsspiele). Hat eine große Menge an Leuten das Bedürfnis ihr Team zu unterstützen, da wird aber das ohnehin schon oftmals schwierige Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage aufgrund von Sicherheitsbedenken noch mal verschärft. Worauf kann sich dann ein Großteil der Fans dann verlassen? Einmal das Glück haben eine Karte zu ergattern? Drauf hoffen, dass die Stadien groß genug sind um überhaupt alle Auswärtsdauerkartenbesitzer bedienen zu können (wenn ich da jetzt mal an die Stadien von Ingolstadt und Darmstadt mit 5% denke)? Dabei an alle anderen zu denken, die in diesen Fällen nicht mal die geringste und faire Chance auf ein Ticket haben ist genauso wichtig wie kein Zwanni für nen Steher. Es geht hier um gelebte Solidarität.


@Minga Boy am 03.12.2015, 09:02 Uhr

Ach herrje.. soviel Unwissen in so wenigen Zeilen.

"[...]oder die Pol muss richtig drauf knüppeln damit die mal ruhiger werden!" - ich weiß ja nicht ob das dein erster Besuch auf FF ist aber es ab bereits genügend Berichte darüber, dass (einige) Polizisten alles andere als deeskalierend agieren und willkürlich Leute körperlich angehen. Aber nein - du siehst natürlich nur in JEDEM Ultra einen potenziellen Krawallmacher.


ryan am 03.12.2015, 08:10 Uhr

@Arenatourist: Dynamo - Preußen so nicht ganz richtig aber verstehe deine Ansicht.

Klar ist aber auch, dass diese 10% nicht immer Sinn machen. Beispiel: Berlin hat ein Stadion von knapp 75'000 Plätzen, 10% = 7'500. als würde Hoffenheim, Ingoldstadt, Wolfsburg und noch einige mehr das jemals hinbekommen in der Liga. Oder auch in Dortmund. Klar die Karten werden evtl. zurückgeschickt um sie dann zum freien Verkauf anbieten zu können. Dennoch muss ein Gästesektor eine gewisse Mindestgröße haben, um die Regel einhalten zu können, obwohl viele gar nicht so einen grossen Platz brauchen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin auch für die Regelung, die Gästefans sind etwas vom wichtigsten in den Stadion. Dennoch kann ich, ganz objektiv betrachtet, ein bisschen die "Gegner" der Kampagne verstehen, auch wenn ihre Argumente Müll sind...


HannoverscherFC von 1896 am 03.12.2015, 06:16 Uhr

Hier muss man sagen, getrennt in Farben und in der Sache vereint! Um das zu verhindern und unserer Politik die Stirn zu bieten, müssen alle Fangruppierungen an einem Strang ziehen.

Man wird schon sehen, ob es der Politik und unserem Freund & Helfer besser gefällt, wenn wir auswärts mitreisen OHNE Tickets für das Spiel zu haben. In unserem Land herrscht ja schließlich Reisefreiheit...


@ Arenatourist am 02.12.2015, 21:29 Uhr

Freiheit für alle Maler und deren Anhänger. Maler sind keine Verbrecher


Wie mans macht... am 02.12.2015, 18:46 Uhr

Auch wenn man sich zusammenreist oder die Ausschreitungen ausbleiben, werden die Sanktionen trotzdem weiter erhöht. Die Verletztenzahlen sind doch dieses Jahr wieder etwas zurück gegangen im Vergleich zum Vorjahr und die letzten Revierderbies waren ja nach dem einen asozialen Derby 2013 auch wieder ruhiger und trotzdem wurden die Sicherheitsmaßnahmen weiter erhöht so dass es ja zum Boykott kam. In meinen Augen werden die Sicherheitsmaßnahmen immer erhöht werden bis das ''störende'' Publikum endlich raus ist. Da kommt so ein Terroranschlag doch gerade recht um noch mehr überzogene Maßnahmen zu rechtfertigen.

Freiheit stirbt mit Sicherheit.


Arenatourist am 02.12.2015, 16:55 Uhr

Die deutschen Fan- (bzw. Ultra-) Szenen werden es erst begreifen wenn es zu spät ist ... es geht nur zusammen!

Aber anstatt zusammen für die Ideale zu kämpfen (Fahnen, Gästetickets, Anstoßzeiten, Reisefreiheit, ...) klaut man sich lieber irgendwelche Fahnen (BVB - VfB), greift Busse an (Dynamo - Preußen),liefert sich unnötige Scharmützel mit der Polizei wegen fehlender Bahnfahrkarten (Bremen) oder stürmt in Maleranzügen den Platz (Köln).

In 5 bis 10 Jahren sehen die Bundesligastadien aus wie in Italien oder England - dann braucht man auch nichts mehr versuchen...


@Hamburger Jung am 02.12.2015, 16:48 Uhr

Wer jahrelang einen Innensenator Schill hatte, sollte lieber ruhig sein!
;-)


Minga Boy am 02.12.2015, 14:47 Uhr

Wenn die Affen, die meinen sie wären die harten Jungs des Clubs, sich an den Spieltagen auf den Fahrten zum Spiel im Zug, auf Raststätten und dann auch am und im Stadion benehmen würden gebe es jetzt keine Diskussion. Die Polizei tut mir leid Woche für Woche diese Spinner zu "bewachen, begleiten" zu müssen. Sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen, oder die Pol muss richtig drauf knüppeln damit die mal ruhiger werden! Es ist ein selbstgemachtes Problem derer die jetzt am lautesten schreien!!! Es ist bitter das es so kommen musste...


Hamburger Jung am 02.12.2015, 14:21 Uhr

Der Vorschlag kommt von NRW Innenminister Jäger. Logisch,der BVB hat schiss das zu viele HSVer kommen und es zu einem Heimspiel machen.Denn Dortmund kann bei uns nich gewinnen :-D
Den Ausschlag wird die Krawalle in Gelsenkirchen gegeben haben.
Baern Seppel und Bochumer tun sich zusammen und stürmen die Schalker Kruve.
Die Politik hat eben nichts wichtigeres zu tun.

Gruß an alle

NUR DER HSV


@BVB Fan Kai am 02.12.2015, 13:49 Uhr

immer noch besser als 0...



Felix Kiefel-Johnson am 02.12.2015, 13:39 Uhr

Einfach unexeceptable


Michael Fentzahn am 02.12.2015, 13:29 Uhr

Ich finde es eine Frechheit das solche Maßnahmen in Erwägung genommen werden, wegen irgendwelchen Idioten die sich nicht benehmen können. Dafür sollen Fußballfans betraft werden. No way!!!!!


BVB Fan Kai am 02.12.2015, 13:12 Uhr

"So demonstrierten zahlreiche Preußen Münster Fans in Osnabrück"
Zahlreich ist bei euch also 50 ?



Lukas Müller am 02.12.2015, 11:43 Uhr

Hände weg vom Gästekontinent!!