07.03.2016 - Hertha BSC

Ohne Spielbesuch: Polizei schickte Hertha-Fans zurück



Bildergalerie: Hamburger SV - Hertha BSC (06.03.2016) 2:0
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Hamburger SV - Hertha BSC (06.03.2016) 2:0 Bild: hsv-sc.de
Hamburger SV - Hertha BSC (06.03.2016) 2:0 Bild: hsv-sc.de

Während im Unterrang der Nordtribüne im Hamburger Volksparkstadion gestern eine Choreografie mit der HSV-Raute zu sehen war, gab der Gästeblock bei Hamburger SV gegen Hertha BSC ein trauriges Bild ab. Grund war das Fehlen zwei Berliner Fangruppen, die von der Polizei nicht ins Stadion gelassen wurden.

Ein dreistellige Anzahl an Hertha-Fans wurde an der Hamburger Hochbahnstation Kellinghusenstraße in Eppendorf gestoppt, kontrolliert und zum Hamburger Hauptbahnhof begleitet. Die Polizei soll dabei Vermummungsgegenstände und Passivbewaffnung, wie Schoner, aber auch Quarzsandhandschuhe gefunden haben. Am Hauptbahnhof solidarisierte sich eine weitere Gruppe von Hertha-Fans mit den Anhängern, die nicht zum Volksparkstadion gelassen wurden. In beiden Gruppen zusammen sollen weite Teile der aktiven Fanszene gewesen sein. Zu Auseinandersetzungen mit HSV-Fans soll es nicht gekommen sein.

Die Hertha Fans gestern im Volksparkstadion<br />Bild: HSV-SC.de
Die Hertha Fans gestern im Volksparkstadion
Bild: HSV-SC.de

Dadurch ergab sich im Gästeblock das Bild, dass keine Zaunfahnen der führenden Berliner Fangruppen hingen und der akustische Support zu wünschen übrig ließ. Die Hertha-Fans waren nicht die einzigen Fans, die am Wochenende von der Polizei noch vor Anpfiff ihres Spiels zurück geschickt wurden. Teile der aktiven Fanszene von Energie Cottbus erlitten das gleiche Schicksal (Faszination Fankurve berichtete) und Ultras aus Leverkusen verließen das Stadion in Augsburg vorzeitig, nachdem es wegen eines Zaunfahnenverbots zu Konflikten mit Polizei und Ordnungsdienst kam. Die Fanfotos von Hamburger SV gegen Hertha BSC gibt es oben in der Galerie. (Faszination Fankurve, 07.03.2016)

Fanfotos Hertha BSC



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Kommentare:

Nick am 09.03.2016, 19:33 Uhr

Man sollte sich nicht darauf verlassen, das die Jungs die unbedingt "Vermummungsgegenstände und Passivbewaffnung, wie Schoner, aber auch Quarzsandhandschuhe" mitnehmen müssen, aus eigenem Motiv gesondert anreise, sondern diejenigen die damit auffallen einfach nicht mehr mitnehmen... dann wird auch nicht ne ganze Gruppe zurückgeschickt. Wer unbedingt Holl sein will, sollte die Ultras nicht mit in den Dreck ziehen...


@Dennis am 08.03.2016, 14:48 Uhr

Laut dem Bericht wurde nur eine Gruppe gehindert. Die andere Gruppe hat daraufhin wohl freiwillig auf den Stadionbesuch verzichtet.

Diese pauschale Vorverurteilung von Gruppen hängt mir mittlerweile auch zum Hals raus. Allerdings gibt es diese Kontrollen und Maßnahmen nicht erst seit gestern. Wer Kampf- und Vermummungsgegenstände unbedingt mitnehmen muss sollte gesondert anreisen um die Gruppe vor Willkür zu schützen. Das ist zwar für alle scheiße, sichert aber dem Großteil den Stadionbesuch. Das spätere Lamentieren und Recht bekommen über mögliche Polizeischikane hilft niemanden und ersetzt auch nicht das verpasste Stadionerlebnis.

Cleverer werden. Gebt der Polizei keinen offensichtlichen Grund euch zu stoppen!


@Dennis am 08.03.2016, 14:41 Uhr

Da haben die Herthaner wohl statt der S-Bahn (fährt direkt aus dem Hauptbahnhof, Gleis 1-4) die U-Bahn (U1 oder U3, wozu man das Bahnhofsgebäude verlassen und dann in den Untergrund muss) genommen und sich dann gründlich verfahren...


Sackreis isumgefalle am 08.03.2016, 10:51 Uhr

keine Zaunbanner!!!
Bei so einen Trichterstehplatzblock gibts fast keine Möglichkeit Banner auf zuhängen und der Oberrang ist mit Werbung zugekleistert.
Bei unseren Sicherheitswahn und hohen Sicherheitsauflagen in Deutschland kaum zuglauben das so ein Trichterstehplatzblock eine Betriebsgenehmigung hat.
Wenn da mal eine Massenpanik ausbricht was da dann passiert kann man sich vorstellen.
Hamburg hatte das schon mal erlebt und das war in der Kurve.
Steheplätze gehören neben den Ecken oder hinter das Tor.
Finde das Ffm und noch einpaar wenige andere Stadien Gästefreundliche Blöcke haben wo man auch Platz hat um Banner aufzuhängen und nicht in ein Hundetrichterzwinger gefercht wird.

Das Fans die ohne vorher eine Straftat begangen haben und evtl. eine Straftat begehen könnten verweigert wird ein Fußballspiel zubesuchen ist eine Frechheit und diskriminierent.

Es lebe unser Polizei -und Diktatur Staat.




Dennis am 08.03.2016, 02:55 Uhr

Der Anfahrtsweg finde ich auch seltsam aber so wurde der Weg angegeben.Anfahrt zum Volksparkstadion:

Anfahrtsplan

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Die Anreise mit der S-Bahn ab Hamburg-Hauptbahnhof erfolgt über die Linien S1 und S11 in Richtung Wedel/Blankenese
Ab 14.45 Uhr steht an der der S-Bahnstation „Othmarschen“ ein Gästefanshuttle zum Stadion zur Verfügung.

(Fanbetreuung/City-Press)


und das man gleich zwei Fangruppen die den größten Support stellten am Stadionbesuch hindert und allgemein als Holigans abstempeln finde ich auch höst seltsam.


Polizei am 07.03.2016, 19:29 Uhr

Freund und Helfer...Lächerlich!Bullen raus aus unseren Stadien!


??? am 07.03.2016, 16:50 Uhr

Schoner als Passivbewaffnung zu bezeichnen ist aber auch etwas gewagt...


Selbst schuld am 07.03.2016, 09:48 Uhr

Ganz klar sind Kollektivstrafen ein no go, aber anscheinend ist es wohl der einzige Weg manchen Fans und Fan Gruppen zur Vernunft zu bringen. Wenn ich als unseren Fan Zug sehe wie der beim verlassen aussieht, könnte ich kotzen. Für was ich Mundschutz, Quarzhandschuhe und Schoner mit zu einem Fußballspiel nehme, bleibt wohl auch deren Geheimnis, man könnte sich ja beim normalen Faustkampf verletzten.


Orientierungssinn am 07.03.2016, 09:43 Uhr

Was wollten die Berliner denn an der Kellinghusenstraße? Das ist doch gar nicht Richtung Volksparkstadion. St Pauli war auch nicht in der Stadt, die hsv und fcsp Amateure haben auch nicht am Sonntag gespielt,
???


Jottkah1887 am 07.03.2016, 09:18 Uhr

Mit Verlaub, ich kann diesen Euphemismus 'aktive Fanszene' nur schwer ertragen, wenn Typen einfach nur darauf aus sind, sich mit anderen Kollegen gegenseitig auf die Löffel zu hauen.
Das stellt für aus meiner Sicht eine Beleidigung der wirklich aktiven Fanszene dar, denn es ist nicht 'aktiv', sondern schlichtweg 'gewaltsuchend'.