07.01.2015 - HoGeSa

HoGeSa-Abspaltung gründet eigenen Verein


Faszination Fankurve berichtete bereits über den Ausstieg vom ehemaligen Hooligans gegen Salafisten Regionalleiter Nord Sven „Captain Flubber“ Heuke. Dieser gründete mit anderen Weggefährten einen neuen Verein. Dieser kündigt nun Demos in Erfurt und Ludwigshafen an.

Am 03. Januar 2015 trafen sich mehrere ehemalige HoGeSa-Aktivisten in Fulda und gründeten dort den Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“. Zuvor traten zahlreiche Aktivisten bei HoGeSa aus, da deren Motto „Gemeinsam sind wir stark“ von den führenden HoGeSa-Leuten angeblich nicht eingehalten würde (Faszination Fankurve berichtete).

Nun werden die zurückgetretenen HoGeSa-Aktivisten unter neuem Namen aktiv. In den Vorstand wurden Personen mit den folgenden Spitznamen gewählt: Marcel Bolle (erster Vorsitzende), Sven „Captain Flubber“ Heuke (zweiter Vorsitzende), Ivan Bogdanov (Kassenwart ), Manu Schreiber (Kassenwart ) und Butcher (Schriftführer). Bei der Gründungsversammlung sollen insgesamt 16 rechte Hooligans anwesend gewesen sein. Der Verein soll nun beim Amtsgericht eingetragen werden. Gemeinsam-Stark Deutschland erklärt, dass man die Europäische Union ablehne. Die Presse in Deutschland hält der sich gründende Verein für „gleichgeschaltet“. In der Bundesrepublik Deutschland sehen die Aktivisten „nach wie vor eine „Außenstelle“ der allierten Siegermächte“. Politisch scheint der Verein somit genauso rechts, wie HoGeSa zu sein.

Am Sonntag, den 08. Februar will der Verein eine erste Demonstration in Ludwigshafen organisieren. Auf den Tag ein Jahr nach den ersten Protesten von Hooligans gegen Islamisten wollen die rechten Hooligans erneut auf die Straße gehen. Als erste Aktion wurde damals eine Kundgebung von Pierre Vogel in Mönchengladbach gestört. Die Hooligans formierten sich damals noch nicht unter dem Namen "Hooligans gegen Salafisten", sondern waren in einer Facebook-Gruppe namens „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“ organisiert. Im März 2014 kam es zu einer ähnlichen Aktion in Mannheim. Und in die dortige Gegend will die HoGeSa-Abspaltung nun zurück und am Jahrestag in Ludwigshafen demonstrieren.

Außerdem kündigt der neugegründete Verein eine Demonstration am 15.03.2015 in Erfurt an. Damit wollen die rechten Hooligans erstmals eine Demonstration in Ostdeutschland organisieren. Das Tischtuch zwischen HoGeSa und Gemeinsam-Stark Deutschland scheint zerschnitten. HoGeSa will im Februar ebenfalls eine Demonstration in Ostdeutschland organisieren und danach eine in Süddeutschland. Gemeinsam-Stark Deutschland macht es genau andersherum. Die am 18.01.2015 von HoGeSa für Essen beworbene Demonstration wird von Gemeinsam-Stark Deutschland in keiner Weise beworben. Gemeinsam scheint es nicht mehr zu gehen. (Faszination Fankurve, 07.01.2015)




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Klaus Ehrlich am 08.01.2015, 15:13 Uhr

8. Februar – Ur-#HoGeSa-Demo in Ludwigshafen – Auf die Straße gegen Nazi-Hools! #NOpegida #NOhogesa

Für den 8.2.15 hat der HoGeSa Nachfolger „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“ (GSD) einen HoGeSa-Nachfolgeaufmarsch zu Köln und Hannover in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, angekündigt. Widerstand wird notwendig sein! HoGeSa hatte sich Ende 2014 gespalten. GSD beansprucht für sich, im Gegensatz zur aktuellen HoGeSa, die ursprüngliche HoGeSa zu sein. Die Oldschool Hools, die Banden seien bei ihnen. In der HoGeSa-Führung sei kein Hool. Wir berichteten darüber in unserem Artikel HoGeSa – Politically Incorrect’s SA? – – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – TEIL 2. Wir zeichnen in diesem „TEIL 2“ unseres Grundsatzartikels zur HoGeSa und Pegida die Entwicklung und Differenzen der HoGeSa in den letzten Monaten nach.

Die Hooligans der alten Führung der HoGeSa sind bei GSD. Der Aufmarsch in Rheinland-Pfalz ist hoch gefährlich und brisant. Die Hools des 1. FC Kaiserlautern sind bundesweit als extrem rechten Hooligantruppe berühmt und berüchtigt. Von der HoGeSa-Kundgebung am 18. Januar in Essen distanzierte sich GSD. Ungebundene Hooligans, Neonazis, RechtspopulistInnen und IslamhasserInnen dürften sich leider trotzdem in beträchtlicher Anzahl zu deren Aufmarsch einfinden. Momentan ist Essen verboten. Gewaltausbrüche und Gewaltaufrufe wurden von Hools für Essen schon vorab im Netz verbreitet. Falls die Gerichte das Verbot nicht aufrechterhalten, liegt es an uns allen, der HoGeSa zu zeigen, dass sie in Essen unerwünscht sind.

http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2015/01/08/8-februar-ur-hogesa-demo-in-ludwigshafen-auf-die-strasse-gegen-nazi-hools/