04.05.2015 - Eintracht Frankfurt

Frankfurt Ultras greifen rechte Demonstranten an


Ultras von Eintracht Frankfurt haben nach Polizeiangaben am Samstag gegen 21 Uhr auf dem Autohof Northeim 20 Personen der rechten Szene angegriffen, die sich auf dem Rückweg einer Hooligan-Demo in Erfurt befanden. Die Eintracht Fans kamen vom Auswärtsspiel in Bremen.

Die Rechten sollen aus Norddeutschland stammen und gehören nach eigenen Angaben zu der "Hooligans gegen Salafisten" Abspaltung "Gemeinsam stark Deutschland". Sie wurden nach eigenen Angaben von 60 bis 80 Ultras von den Eintracht Frankfurt angegriffen, als sie im dortigen Burger Kind Restaurant verweilten. Nach Polizeiangaben waren es nur 35 Eintracht Fans, die zielstrebig auf die Demonstranten aus der rechten Szene zugingen und diese attackierten. "Man sieht sich immer 2 Mal im Leben" drohen die Demonstranten den Frankfurter Ultras im Internet. Bei der Auseinandersetzung gingen zwei Fensterscheiben und ein Stuhl kaputt, was zu einem Sachschaden von 1.000 Euro führte.

Bevor die Polizei eintraf, befanden sich die Eintracht Fans wieder auf der Autobahn. In der Nähe von Kassel hielt die Polizei den Bus an und nahm die Personalien von 46 Reisenden auf. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung.

Nach dem Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt in Bremen musste die dortige Polizei Auseinandersetzungen zwischen Bremer Ultras und Bremer Hooligans verhindern. Die Polizei stellte im Sielwalleck die Personalien von Ultras und Hooligans fest und kassierte Sturmhauben sowie Quarzsandhandschuhe ein. Werder Ultras verließen frühzeitig das Stadion, weil mit Stadionverbot belegte Ultras anscheinend in Gefahr waren. Nach dem Nordderby gab es einen Überfall Bremer Hooligans auf Bremer Ultras mit Stadionverbot (Faszination Fankurve berichtete). Das angespannte Verhältnis zwischen rechten Hooligans und antirassistischen Ultras hat sich seitdem weiter verschlechtert.

Zur rechten Kundgebung von der "Hooligans gegen Salafisten" Abspaltung "Gemeinsam stark Deutschland" kamen am Samstag nur 270 Personen am Erfurter Domplatz zusammen. (Faszination Fankurve, 04.05.2015)

Fanfotos Eintracht Frankfurt



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F13 am 05.05.2015, 12:01 Uhr

Nazis essen bei Burger King. War ihnen die deutsche Wurst oder das Schnitzel etwa zu teuer?


yoda zecke am 05.05.2015, 11:11 Uhr

Warum muss es nicht so werden wie bei uns? St.pauli die einzige Möglichkeit ist! Fussball kann nicht unpolitisch sein, nur weil ein paar Bauern es zu anstrengend finden sich neben den Punkten und Toren die ihr Team hat auch noch mit essentiellen Dingen zu beschäftigen!!! Nachtrag : ob gleich ich tierlieb bin finde ich es zum erstenmal witzig das im deutschen Gesetz das verletzen von Tieren (Nazi schweine) nur ne Sachbeschädigung ist! Oi!


Dinge beim Namen nennen am 04.05.2015, 21:43 Uhr

Sachbeschädigung. Der ist gut!


Antifa Hooligan am 04.05.2015, 19:29 Uhr

Saubere Aktion! Den rechten Dorftrotteln entgegen treten! Ultras gegen Nazis!


Beitrag am 04.05.2015, 18:05 Uhr

Direktes Arrangement gegen Nazis würde ich mir von den Ultras meines Vereins auch mal wünschen. Unsere Freunde aus GE und die Frankfurter machens doch auch, obwohl sie sich sonst nicht viel um Politik kümmern. Leider ist man mit direkten Aktionen und Statements immer sehr vorsichtig, trotz Jenö-Conrad-Choreo, Flüchtlingshilfe und schon sehr links eingestellten Ya Basta-Fanzine. Es muss ja nicht werden wie auf Sankt Pauli, aber diese Verklemmtheit beim Thema Politik nervt. Auch wenn ich es nur von außen beurteilen kann, finde ich, dass sich die Stimmen, die der Motor hinter den oben genannten Dingen sind, durchsetzten sollten.


King am 04.05.2015, 17:50 Uhr

Kind muss weg!

Nach Hörgeräten nun auch noch Burgerläden.