27.03.2015 - Fanprojekte

„Fanprojekte nicht zum verlängerten Arm der Polizei machen“


Vom 24.03. bis zum 26.03.2015 fand in Braunschweig die 22. Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) statt. Neben dem fachlichen Austausch von über 120 Mitarbeitern der Fanprojekte aus ganz Deutschland, stand auch die Diskussion mit Niedersachsens Innenministers Boris Pistorius im Fokus.


Dieser stellte eine besondere Wertschätzung der Fanprojektarbeit dar. Der Innenminister zeigte im Rahmen der Diskussion ein besonderes Gespür für das Rollenverständnis der Fanprojekte: „Wir dürfen die Fanprojekte nicht zum verlängerten Arm der Polizei machen und dürfen sie nicht mit unserer Erwartungshaltung überfrachten“.

Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle der Fanprojekte (KOS), unterstrich den gesellschaftspolitischen Auftrag der Fanprojekte und auch die Vertreter der Fußballverbände DFB und DFL lobten die präventive Arbeit der Fanprojekte.
„Der interne fachliche Austausch über die zukünftige Ausrichtung der BAG-Arbeit und ihrer Struktur war, wie schon 2014 in München, intensiv und nachhaltig. Daher werden wir einzelne Themenbereiche in der Zukunft vertiefen und fortsetzen“, so BAG-Sprecher Philip Krüger. Oberstes Ziel der BAG bleibt es die Fanarbeit in Deutschland weiter zu professionalisieren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten zu stärken und den Fußballfans professionelle Sozialarbeit anzubieten.
Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Philip Krüger (Fanprojekt Paderborn) und Sven Graupner (Fanprojekt Cottbus) von der Versammlung als BAG-Sprecher gewählt. Nach zehn Jahren in unterschiedlichen Ämtern der BAG war Matthias Stein vom Fan-Projekt Jena nicht mehr zur Wahl angetreten. „Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen möchten wir Matthias Stein für seine geleistete Arbeit und seinem über dem Maße hohes Engagement in der strukturellen und inhaltlichen Entwicklung der BAG danken“. Matthias Stein selber sagte zum Abschied: „Ich habe gemerkt, dass ich ganz beruhigt abtreten kann, da die Aufgaben in guten Händen sind. Außerdem bin ich ja nicht aus der Welt, ich bleibe dem Fan-Projekt Jena und damit auch der BAG erhalten“. (Faszination Fankurve, 27.03.2015)




Weitere News:
16.11.2015: „Dem Sicherheitsdienst dankbar sein“
23.07.2015: Neue Fachstelle für Fanprojekte in NRW
09.04.2015: „Täter gehören bestraft, Fankurven nicht“
19.03.2015: Feigenblatt oder wirksames Instrument?
21.10.2014: SPD-Bayern fordert mehr Geld für Fanprojekte

Alle 16 News anzeigen



Kommentar schreiben

Name:


Kommentar:


Kommentar-Regeln